S A T Z U N G

des

LANDESVERBANDES DER REIT-  UND

FAHRVEREINE HAMBURG e.V.

 

 

 

§ 1

Name, Sitz, GeschÀftsjahr

1. Der Verein fĂŒhrt den Namen LANDESVERBAND DER REIT- UND FAHR-
VEREINE HAMBURG e.V., nachstehend „Landesverband“ genannt.

2. Der Landesverband hat seinen Sitz in Hamburg.

3. Das GeschÀftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 2

GemeinnĂŒtzigkeit

1. Der Landesverband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnĂŒtzige Zwecke im Sinne des Abschnittes „SteuerbegĂŒnstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

2. Der Landesverband ist selbstlos tĂ€tig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirt-schaftliche Zwecke.

3. Mittel des Landesverbandes dĂŒrfen nur fĂŒr die satzungsmĂ€ĂŸigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mit-glieder keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Landesverbandes.

4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Landesverbandes fremd sind, oder durch unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohe VergĂŒtungen begĂŒnstigt werden.

5. Der Landesverband enthĂ€lt sich bei der Verfolgung seiner Ziele jeder parteipolitischen und konfessionellen TĂ€tigkeit.

 

§ 3

ZustÀndigkeit, Zweck, Aufgaben

1. Der Landesverband faßt die Reit- und Fahrvereine, die Pferdezuchtvereine und die anerkannten Reit- und Fahrschulen im Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg zusammen und ist damit Spitzenfachverband im Sinne der Bestimmungen des Hamburger Sportbundes.

2. Aufgabe des Landesverbandes ist es, die Belange des Reit-, Fahr- und Voltigiersports auf Landesebene zu vertreten, um die Gesundheit und Lebensfreude aller Personen, besonders der Jugend, durch AusĂŒbung des Pferdesports zu fördern.

3. Der Landesverband hat insbesondere folgende Aufgaben:

3.1 die Förderung der Ausbildung von Reitern, Fahrern Voltigierern und Pferden zum Zwecke des Reit-, Fahr- und Voltigiersports;

3.2 die Förderung des Breitensports und des Leistungssports in allen Disziplinen des Pferdesports;

3.3 die Förderung des therapeutischen Reitens;

3.4 die Förderung der PrĂŒfung deutscher Pferde und der Pferdezucht, ohne dabei wirt-schaftliche Interessen seiner Mitglieder zu verfolgen;

3.5 die Förderung des Tierschutzes;

3.6 die Förderung des Natur- und Umweltschutzes und der Landschaftspflege;

3.7 die DurchfĂŒhrung und Überwachung von LehrgĂ€ngen zur Ausbildung in allen Fragen und auf allen Gebieten, die mit dem Reit-, Fahr- und Voltigiersport, den Pferdeschauen/Pferdeleistungsschauen und der Pferdehaltung zusammenhĂ€ngen;

3.8. die Anleitung zur DurchfĂŒhrung von Reit- und Fahrturnieren und VoltigierwettkĂ€mpfen sowie die Mithilfe bei deren DurchfĂŒhrung unter Beachtung der von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Abt. Sport, herausgegebenen Richtlinien, in Zusammenarbeit mit der Landeskommission fĂŒr PferdeleistungsprĂŒfungen Hamburg;

3.9 die DurchfĂŒhrung von Reit- und Fahrturnieren und VoltigierwettkĂ€mpfen auf Landes-ebene zur Hebung des pferdesportlichen Leistungsniveaus im Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg, zur Qualifikation fĂŒr Beteiligungen an BundesprĂŒfungen und internationalen WettkĂ€mpfen;

3.10 die Vertretung der Belange des Reit-, Fahr- und Voltigiersports im Land Hamburg gegenĂŒber allen Stellen, insbesondere gegenĂŒber Behörden und Organisationen;

3.11 die Vertretung der Interessen seiner Mitglieder gegenĂŒber der FN;

3.12 die Vertretung der Interessen seiner Mitglieder gegenĂŒber allen öffentlichen Stellen, insbesondere gegenĂŒber der Landesregierung und dem Hamburger Sportbund, durch

3.12.1 die Mitwirkung bei der Koordinierung aller Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur fĂŒr Pferdesport und Pferdehaltung im Verbandsgebiet;

3.12.2 die UnterstĂŒtzung aller BemĂŒhungen zur Pflege der Landschaft und zur Ver-hĂŒtung von SchĂ€den;

3.12.3 die gutachterliche Mitwirkung bei der Regulierung von SchÀden durch Reiter, Pferde oder Gespanne sowie bei Anzeigen nach dem Tierschutzgesetz;

3.12.4 die Mitwirkung bei allen Maßnahmen, die den Pferdesport und die Pferdehal-tung betreffen, besonders wenn sie ĂŒber das Verbandsgebiet hinausgehen und fĂŒr alle Mitglieder von Bedeutung sein können;

3.13 die PrĂ€sentation des Pferdesports in der Öffentlichkeit einschließlich der DurchfĂŒh-rung und Förderung von pferdesportbezogenen kulturellen Veranstaltungen.

 

§ 4

Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft ist freiwillig. Reit-, Fahr- und Voltigiervereine sowie Reit-, Fahr- und Voltigierschulen, die Turniere (Pferdeschauen/Pferdeleistungsschauen) bzw. Ab-zeichen-PrĂŒfungen veranstalten oder ausrichten, sind  gemĂ€ĂŸ der Leistungs-PrĂŒfungs-Ordnung (LPO) bzw. der Ausbildungs-und PrĂŒfungsordnung (APO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zur Mitgliedschaft im Landesverband verpflichtet. Sie dĂŒrfen nicht einem weiteren Landesverband angehören.

2. Mitglieder des Landesverbandes können sein:

2.1 ordentliche Mitglieder,

2.2 außerordentliche Mitglieder,

2.3 Mitglieder mit besonderen Aufgaben.

3. Ordentliche Mitglieder können sein:

Reit-, Fahr- und Voltigiervereine, die rechtsfĂ€hig und als gemeinnĂŒtzig anerkannt sind und die ihren Betrieb oder ihre GeschĂ€ftsstelle in den Landesgrenzen der Hansestadt Hamburg  haben. 

4. Außerordentliche Mitglieder können sein:

Reit-, Fahr- und Voltigiervereine, die im Vereinsregister beim Amtsgericht Hamburg eingetragen, aber nicht als gemeinnĂŒtzig anerkannt sind. Ferner die Reit- und Fahr-schulen, die ihren Sitz oder ihre GeschĂ€ftsstelle in Hamburg haben.

5. Mitglieder mit besonderen Aufgaben können sein:

andere Vereine, Organisationen und Personen, die die Zwecke und Aufgaben des Landesverbandes fördern.

  

§ 5

Erwerb und Erlöschen der Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft im Landesverband ist schriftlich beim PrĂ€sidium zu beantragen, das ĂŒber die Aufnahme entscheidet. Bei Ablehnung kann binnen vier Wochen Einspruch erhoben werden. Über einen Einspruch entscheidet die nĂ€chste Mitgliederversammlung endgĂŒltig. FĂŒr die Mitgliedschaft im Landesverband ist die Zugehörigkeit zum Hamburger Sportbund Voraussetzung, hiervon kann das PrĂ€sidium des Landesverbandes auf Antrag Ausnahmen zulassen.

2. Mitglieder der dem Landesverband angeschlossenen Reit- und Fahrvereine dĂŒrfen nur  einem dieser Vereine als Stammitglied angehören.

3. Die Mitgliedschaft erlischt

3.1   durch Austritt

3.2 durch Ausschluß

3.3 durch  Auflösung des Mitgliedsvereins

4. Der Austritt ist nur zum Ende eines GeschÀftsjahres möglich und ist 3 Monate vor Ablauf des GeschÀftsjahres durch eingeschriebenen Brief dem PrÀsidium mitzuteilen.

5. Der Ausschluß eines Mitgliedes kann auf Beschluß der Mitgliederversammlung nach Anhörung des auszuschließenden Mitgliedes erfolgen, wenn das Mitglied in grober Weise gegen die Satzung oder die Interessen des Landesverbandes verstoßen hat. (Als grober Verstoß gilt auch, wenn ein Mitglied trotz dreimaliger Aufforderung seinen Mitgliedsbeitrag nicht bezahlt hat).

6. Gegen den Ausschluß steht dem Betroffenen der Einspruch an das Schieds- und        Ehrengericht, § 15 der Satzung, zu.

7. Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle AnsprĂŒche aus dem  Mitglied-schaftsverhĂ€ltnis. Ausgeschiedene Mitglieder sind jedoch zur Zahlung ihrer fĂ€lligen MitgliedsbeitrĂ€ge und sonstigen Obliegenheiten fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr ver-pflichtet.

8. Ehrenmitglieder (§ 13 Ziff. 2) werden auf Vorschlag des PrÀsidiums von der Mitgliederversammlung gewÀhlt. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod des Ehrenmitgliedes.

   

§ 6

MitgliedsbeitrÀge

1. Die Mitglieder sind verpflichtet, die MitgliedsbeitrĂ€ge (die sich aus einem Grundbei-trag und aus einem nach der Kopfzahl der Mitglieder des Mitgliedsvereins festzuset-zenden Beitrag beziehen) bis zum 30. April eines jeden Jahres an den Landesverband zu leisten. Die Höhe der BeitrĂ€ge wird in der Jahresmitgliederversammlung fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr festgelegt. Ehrenmitglieder sind von der Beitragszahlung be-freit. FĂŒr anerkannte Reit- und Fahrschulen wird ein einheitlicher Mitgliedsbeitrag ebenfalls in der Jahresmitgliederversammlung festgelegt.

2. Die Mitglieder sind verpflichtet, jeweils zum 31. Dezember eines jeden Jahres ihren tatsĂ€chlichen Mitgliederbestand dem Landesverband zu melden. 

3. Die Delegierten eines Mitgliedsvereins mit BeitragrĂŒckstĂ€nden sind nicht stimmbe-rechtigt.

4. In besonderen FĂ€llen kann das PrĂ€sidium beschließen, SonderbeitrĂ€ge (Umlagen) zu erheben; diese dĂŒrfen im Jahr die HĂ€lfte des Grundbeitrages nicht Überschreiten.

         

§ 7

Organe des Landesverbandes

Die Organe des Landesverbandes sind:

1. die Mitgliederversammlung,

2. der Beirat,

3. das PrÀsidium,

4. der geschĂ€ftsfĂŒhrende Vorstand,

5. der Jugendausschuß und die Jugendleitung.

 

§ 8

Mitgliederversammlung

1. Einberufung

Die Mitgliederversammlung wird vom PrĂ€sidenten nach Bedarf  oder auf Verlangen eines Drittels der Mitgliedsvereine einberufen. Nach Schluß des GeschĂ€ftsjahres ist eine Mitgliederversammlung innerhalb von 3 Monaten vom PrĂ€sidenten einzuberufen. Die Einberufung erfolgt schriftlich unter Angabe der Tagesordnung  mindestens 21 Tage vorher (maßgebend ist der Poststempel).

2. ZustÀndigkeit

Der Mitgliederversammlung obliegt:

2.1 die Entgegennahme des Jahresberichtes und der Jahresabrechnung;

2.2 die Entgegennahme des Berichts der KassenprĂŒfer;

2.3 die Entlastung von PrĂ€sidium und geschĂ€ftsfĂŒhrendem Vorstand;

2.4 die Wahl des PrĂ€sidenten, der VizeprĂ€sidenten, der Beisitzer sowie der RechnungsprĂŒfer;

2.5 die Wahl des EhrenprÀsidenten und der Ehrenmitglieder des PrÀsidiums;

2.6 die Ernennung von Ehrenmitgliedern;

2.7 die Wahl des Schieds- und Ehrengerichts;

2.8 die Beschlußfassung ĂŒber Änderungen der Satzung;

2.9 der Ausschluß von Mitgliedern;

2.10 die Festlegung der MitgliedsbeitrÀge;

2.11 die Beschlußfassung ĂŒber die Auflösung des Landesverbandes.

3. BeschlußfĂ€higkeit

Die Mitgliederversammlung ist ohne RĂŒcksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglie-der zur bekanntgegebenen Tagesordnung beschlußfĂ€hig. Die Mitgliederversammlung entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. Zu einem Beschluß, den Landesverband aufzulösen, ist eine Stimmenmehrheit von 4/5 der abgegebenen Stimmen und 3/4 aller Mitgliedsvereine erforderlich. SatzungsĂ€nderungen können nur beschlossen werden, wenn dieses die Tagesordnung vorsieht. Sie bedĂŒrfen einer 2/3 Mehrheit der anwesen-den Stimmen. Aufgrund behördlicher oder gesetzlicher Anordnung erforderliche Sat-zungsĂ€nderungen können durch schriftliche Abstimmung beschlossen werden. 

4. Stimmverteilung

Jeder Mitgliedsverein (ordentliche Mitglieder gemĂ€ĂŸ § 4 Ziff. 3) hat 1 Stimme und fĂŒr jede angefangenen 100 Mitglieder eine weitere Stimme, jedoch im Höchstfall 8          Stimmen. Die Anzahl der Stimmen richtet sich nach dem Mitgliederbestand des be-treffenden Vereins am letzten der Mitgliederversammlung vorausgegangenen Stichtag gem. § 6 Ziff. 1. Der Vorsitzende des betreffenden Vereins sowie der stellvertretende Vorsitzende können jeder bis zu 3 weitere Stimmen ihres Vereins wahrnehmen. Sind der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende oder beide verhindert, so können die dem Verein zustehenden Stimmen nur einzeln durch Mitglieder des Vereins wahrÂŹgenommen werden, wenn sie eine schriftliche Vollmacht des Vorsit-zenden vorweisen. 

Jedes in der Mitgliederversammlung anwesende Mitglied des PrĂ€sidiums sowie der EhrenprĂ€sident haben je eine Stimme. Die außerordentlichen Mitglieder und die Mit-glieder mit besonderen Aufgaben gem. § 4 Ziff. 4 und 5 haben je 1 beratende Stimme. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Versammlungsleiter.

5. Abstimmung

Die Abstimmung geschieht durch Handzeichen. Wahlen zum PrÀsidium erfolgen ge-heim, es sei denn, mindestens die HÀlfte der erschienenen stimmberechtigten Mitglie-der ist mit offener Wahl einverstanden

6. Niederschrift ĂŒber die Mitgliederversammlung 

Über die Versammlung ist vom PrĂ€sidium eine Niederschrift anzufertigen, die vom PrĂ€sidenten und einem weiteren PrĂ€sidiumsmitglied unterzeichnet wird. Sie ist den Mitgliedern unverzĂŒglich zuzustellen. Die Niederschrift ist der nĂ€chsten Mitglieder-versammlung zur Genehmigung vorzulegen.

 

§ 9

Beirat

1. Der Beirat besteht aus den Mitgliedern des PrĂ€sidiums, dem geschĂ€ftsfĂŒhrenden Vor-stand und den Vorsitzenden der Reitervereine. Zu seinen Sitzungen sind ferner als be-ratende Mitglieder einzuladen:  

1.1 der Vorsitzende der Landeskommission fĂŒr PferdeleistungsprĂŒfungen;

1.2 ein Vertreter der Behörde fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft;

1.3 ein Vertreter des Hamburger Sportbundes;

1.4 der EhrenprÀsident des Landesverbandes und die Ehrenmitglieder des PrÀsidiums;

1.5 die Landestrainer sowie die Voltigier- und Ponybeauftragten des Landesverbands;

1.6 ein Vertreter des Bereichs Persönliche Mitglieder der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) e.V.; 

2. Der Beirat beschließt ĂŒber die Angelegenheiten des Landesverbandes, soweit sie nicht der Beschlußfassung durch die Mitgliederversammlung vorbehalten sind. Er ist insbe-sondere zustĂ€ndig fĂŒr:

2.1 die Aufnahme neuer Mitglieder;

2.2 die BestÀtigung der GeschÀftsordnung des PrÀsidiums;

2.3 die Erarbeitung von GrundsÀtzen der Ausbildungsförderung.

3. Der Beirat tagt mindestens 1 x im Jahr. FĂŒr die Ladungsfristen, die BeschlußfĂ€higkeit und die VersammlungsdurchfĂŒhrung gelten die Vorschriften des § 8 entsprechend. Bei der Abstimmung hat jedes ordentliche Mitglied eine Stimme, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des PrĂ€sidenten.

 

§ 10

PrÀsidium

1. Das PrÀsidium besteht aus.

1.1 dem PrÀsidenten;

1.2 zwei gleichberechtigten VizeprÀsidenten (einem VizeprÀsidenten mit Schwerpunkt-Referat Leistungssport und einem VizeprÀsidenten mit Schwerpunkt-Referat Freizeit-reiten/Breitensport);

1.3 drei bis fĂŒnf Beisitzern (davon ein Beisitzer als Schatzmeister);

1.4. dem Landesjugendwart oder seinem Stellvertreter.

2. Dem PrÀsidium gehören ferner mit beratender Stimme an:

2.1 der EhrenprÀsident sowie die Ehrenmitglieder, sofern von der Mitgliederversammlung gem. § 13 gewÀhlt;

2.2 der geschĂ€ftsfĂŒhrende Vorstand;

2.3 fĂŒnf Aktivensprecher (je einer fĂŒr die Disziplin Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Voltigieren und Fahren).

3. Die PrĂ€sidiumsmitglieder gem. Ziff. 1.1 bis 1.3 werden von der Mitgliederversammlung in getrennten WahlgĂ€ngen auf die Dauer von 4 Jahren gewĂ€hlt und bleiben bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulĂ€ssig. Im Falle einer erforderlichen Ersatzwahl gilt diese nur fĂŒr den Rest der Wahlperiode des VorgĂ€ngers. 

4. Die PrĂ€sidiumsmitglieder gem. Ziff. 2.2 und 2.3 werden vom ĂŒbrigen PrĂ€sidium i.S. von Ziff. 1 bestellt. Der Landesjugendwart und der stellvertretende Landesjugendwart werden gem. Jugendordnung vom Jugendausschuß gewĂ€hlt. 

5. Dem PrĂ€sidium obliegen alle Angelegenheiten des Landesverbandes, soweit sie nicht an den geschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstand (§ 11) delegiert werden oder die Satzung etÂŹwas anderes bestimmt. Ihm obliegen insbesondere folgende Aufgaben:

5.1 die Vertretung des Landesverbandes, soweit sie nicht dem geschĂ€ftsfĂŒhrenden Vor-stand zusteht (§ 11);

5.2 die Berufung der Mitglieder des geschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstandes (§ 11) und weiteren hauptamtlichen Personals einschließlich der Festlegung der VergĂŒtungen;

5.3 die Genehmigung der vom geschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstand erstellten GeschĂ€ftsordnung;

5.4 die Vorgabe verbandspolitischer Richtlinien, die Erteilung entsprechender Weisungen an den geschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstand, die Entscheidung ĂŒber Vorlagen des geschĂ€fts-fĂŒhrenden Vorstandes sowie die Kontrolle ihrer DurchfĂŒhrung;

5.5 die Genehmigung der vom geschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstand erstellten FinanzplĂ€ne und Jahresrechnungen zur Vorlage an die Mitgliederversammlung bzw. den Beirat; 

5.6 die BestÀtigung der Jugendordnung auf Vorschlag des Jugendausschusses;

5.7 die Erstellung der Schieds- und Ehrengerichtsordnung;

5.8 die Verleihung von Auszeichnungen und die Festlegung entsprechender Verleihungs-bestimmungen

6. Der PrĂ€sident beruft die PrĂ€sidiumssitzungen ein. Das PrĂ€sidium ist beschlußfĂ€hig, wenn nach ordnungsgemĂ€ĂŸer, 8 Tage vorher erfolgter Einberufung mindestens drei voll stimmberechtigte Mitglieder, darunter der PrĂ€sident oder einer der VizeprĂ€siden-ten, anwesend sind. BeschlĂŒsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefaßt; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des PrĂ€sidenten.

7. Die Mitglieder des PrĂ€sidiums werden ehrenamtlich tĂ€tig. Besondere Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der AusĂŒbung des Amtes stehen, können erstattet werden. Über diesbezĂŒgliche AntrĂ€ge entscheidet das PrĂ€sidium; dabei ist der jeweilige Antragsteller nicht stimmberechtigt.

8. Das PrÀsidium gibt sich eine GeschÀftsordnung, die der BestÀtigung durch die Mit-gliederversammlung bedarf.

9. Das PrĂ€sidium kann zu seiner Beratung Kommissionen und Arbeitsgruppen berufen. 

 

§ 11

GeschĂ€ftsfĂŒhrender Vorstand

1. Der geschĂ€ftsfĂŒhrende Vorstand besteht aus ein bis zwei Mitgliedern, die vom PrĂ€sidium fĂŒr eine bestimmte Zeitdauer berufen werden. Besteht der geschĂ€ftsfĂŒhrende Vorstand aus zwei Mitgliedern, ist ein Mitglied als Vorsitzender und das andere Mitglied als stellvertretender Vorsitzender des geschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstandes zu berufen. 

2. Der geschĂ€ftsfĂŒhrende Vorstand ist Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Besteht der geschĂ€ftsfĂŒhrende Vorstand aus zwei Mitgliedern, so ist der Vorsitzende allein und der stellvertretenden Vorsitzende nur gemeinsam mit dem Vorsitzenden vertretungsberechtigt.

3. Die AusĂŒbung der Vertretungsbefugnis im InnenverhĂ€ltnis und die Arbeitsweise des geschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstands werden in einer GeschĂ€ftsordnung  geregelt, die vom PrĂ€sidium zu genehmigen ist (§ 10 Ziff. 5.3). 

4. Dem geschĂ€ftsfĂŒhrenden Vorstand obliegen - nach Maßgabe der GeschĂ€ftsordnung und der Aufgabendelegation durch das PrĂ€sidium - alle Angelegenheiten des Landes-verbandes, soweit sie nicht durch Gesetz oder Satzung ausdrĂŒcklich anderen Organen zugewiesen sind. Ihm obliegen insbesondere folgende Aufgaben:

4.1 die Leitung der GeschÀftsstelle des Landesverbandes;

4.2 die Betreuung der Mitglieder des Landesverbandes und die Koordinierung ihrer TĂ€tig-keiten;

4.3 die Erstellung von Vorlagen an das PrÀsidium;

4.4 die Erstellung der FinanzplÀne und Jahresrechnungen;

4.5 die Berichterstattung gegenĂŒber den anderen Organen des Landesverbandes, die Vor-bereitung und DurchfĂŒhrung ihrer Sitzungen sowie die Umsetzung ihrer BeschlĂŒsse und Vorgaben;

4.6 die Vertretung des Landesverbandes gegenĂŒber FN und Hamburger Sportbund, soweit dies nicht durch das PrĂ€sidium erfolgt.

5. Der geschĂ€ftsfĂŒhrende Vorstand erhĂ€lt fĂŒr seine TĂ€tigkeit eine angemessene VergĂŒtung, die vom PrĂ€sidium festgesetzt wird.

 

§ 12

Jugendausschuß und Jugendleitung

1. Die Junioren und Jungen Reiter/Fahrer/Voltigierer gem. § 17 Ziff. 2.1 und 2.2 LPO bilden die Pferdesportjugend des Landesverbandes.

2. Zur Vertretung ihrer Interessen bildet die Pferdesportjugend des Landesverbandes einen Jugendausschuß und eine Jugendleitung.

3. Die Pferdesportjugend des Landesverbandes gibt sich eine Jugendordnung, die vom Jugendausschuss zu beschließen ist. Sie bedarf der BestĂ€tigung durch das PrĂ€sidium des Landesverbandes und darf der Satzung des Landesverbandes nicht widersprechen.

 

§ 13

EhrenprÀsident und Ehrenmitglieder des PrÀsidiums

1. Die Mitgliederversammlung kann auf Vorschlag des PrĂ€sidiums ein verdientes frĂŒheres Mitglied des PrĂ€sidiums zum EhrenprĂ€sidenten wĂ€hlen. Dieser ist ReprĂ€sentant und Protektor des Landesverbandes. Die Wahl erfolgt auf Lebenszeit. Er hat beratende Stimme im PrĂ€sidium und Stimmrecht in der Mitgliederversammlung.

2. Die Mitgliederversammlung kann auf Vorschlag des PrÀsidiums verdiente Persönlichkeiten zu Ehrenmitgliedern wÀhlen. Die Wahl erfolgt auf Lebenszeit, sie haben beratende Stimme im PrÀsidium.

 

§ 14

RechnungsprĂŒfung

Die PrĂŒfung der Jahresabrechnung erfolgt jĂ€hrlich durch zwei von der Mitgliederver-sammlung gewĂ€hlte RechnungsprĂŒfer. Wiederwahl ist zulĂ€ssig.

 

§ 15

Rechtsordnung

1. Die Mitgliedsvereine verpflichten ihre Einzelmitglieder, die Rechtsordnung der LPO in entsprechender Anwendung auch außerhalb von LeistungsprĂŒfungen fĂŒr verbindlich 

anzuerkennen. Dies gilt insbesondere fĂŒr etwaige VerstĂ¶ĂŸe, die beim Reiten durch Feld, Wald und Flur begangen werden. Wiederholte VerstĂ¶ĂŸe dieser Art stellen ein verbands- und vereinsschĂ€digendes Verhalten dar, das die VorstĂ€nde der Vereine zum Ausschluß der betreffenden Mitglieder berechtigt.

2. VerstĂ¶ĂŸe gegen die reiterliche Disziplin, soweit diese außerhalb von Pferdeleistungs-prĂŒfungen begangen werden, können vom PrĂ€sidium durch Ordnungsmaßnahmen geahndet werden. Eine Ordnungsmaßnahme darf nur verhĂ€ngt werden, wenn der Verstoß schuldhaft begangen worden ist. Weiterhin kann das PrĂ€sidium solche Vereine von Förderungsmaßnahmen des Landesverbandes ausnehmen, die wiederholte VerstĂ¶ĂŸe ihrer Einzelmitglieder nicht angemessen verfolgen.

3. Gegen die Anordnung der Maßnahmen steht dem Beschuldigten das Recht der Be-schwerde an das Schieds- und Ehrengericht des Landesverbandes zu.

4. Die LPO Teil C, Rechtsordnung, ist entsprechend anwendbar.

 

§ 16

Schieds- und Ehrengericht

1. Der Landesverband hat ein Schieds- und Ehrengericht, das aus vier bis sechs Mitglie-dern besteht. Diese werden von der Mitgliederversammlung fĂŒr eine Amtsdauer von 4 Jahren gewĂ€hlt. Wiederwahl ist zulĂ€ssig. Im Falle einer erforderlichen Ersatzwahl gilt diese nur fĂŒr den Rest der Wahlperiode des VorgĂ€ngers.

2. Höchstens ein Mitglied des Schieds- und Ehrengerichts darf gleichzeitig PrĂ€sidiumsmitglied sein. Der Vorsitzende soll die BefĂ€higung zum Richteramt im Sinne des Deutschen Richtergesetzes haben. 

3. Das Schieds- und Ehrengericht  tagt in der Besetzung mit 3 Mitgliedern gemĂ€ĂŸ einer vom PrĂ€sidium zu erstellenden Schieds- und Ehrengerichtsordnung. Es fĂŒhrt seine TĂ€tigkeit ehrenamtlich aus. Das Schieds- und Ehrengericht ist zustĂ€ndig fĂŒr EinsprĂŒche gemĂ€ĂŸ § 5 Ziff. 6 und fĂŒr Beschwerden gemĂ€ĂŸ § 14 Ziff. 3 dieser Satzung.

  

§ 17

Auflösung des Landesverbandes

1. Die Auflösung des Landesverbandes kann nur vom PrĂ€sidium beantragt werden. Der Beschluß ĂŒber den Antrag obliegt einer besonderen, ausschließlich zu diesem Zweck mit einer Frist von einem Monat unter Hinweis auf den Auflösungsantrag einzuberu-fenden außerordentlichen Mitgliederversammlung.

2. Der Beschluß bedarf der Mehrheit von 4/5 der abgegebenen Stimmen und 3/4 aller Mitgliedsvereine. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, kann eine innerhalb einer von 6 Wochen erneut hierzu einzuberufende Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen die Auflösung beschließen.

3. Bei Auflösung des Verbandes oder bei Wegfall steuerbegĂŒnstigter Zwecke fĂ€llt das 

Vermögen des Landesverbands an die Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. zwecks Verwendung fĂŒr die Förderung des Reitsports in Hamburg. Der Beschluß ist dem zu-stĂ€ndigen Finanzamt anzuzeigen.  

Diese Satzung wurde von der Ordentlichen Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine Hamburg e.V. am 21.04.2012 beschlossen und trat mit Beginn der nÀchsten Ordentlichen Mitgliederversammlung in Kraft.

Die Satzung wurde im Jahr 2012 geÀndert, die SatzungsÀnderungen wurden von der Ordentlichen Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine Hamburg e.V. am 21.04.2012 beschloss

Die Satzung wurde im Jahr 2013 geÀndert, die SatzungsÀnderung wurde von der Ordentlichen Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine Hamburg e.V. am 13.05.2013 beschlossen.

Die Satzung wurde im Jahr 2014 geÀndert, die SatzungsÀnderung wurde von der Ordentlichen Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine Hamburg e.V. am 26.04.2014 beschlossen.

 

 

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